Zurück zum Blog

Wie eine erweiterte Rolle wirklich aussieht

Von Sebastián Domínguez ·

Nachtauditor prüft einen von einem Agenten vorbereiteten Bericht

„Wir haben dem ganzen Team KI gegeben“ heißt meist: Jemand hat Assistenzlizenzen gekauft und gewartet, dass etwas passiert. Eine erweiterte Rolle ist etwas anderes – erkennbar daran, wie sich die Woche eines Menschen verändert.

Vorher und nachher

Vorher: Der Berater bereitet am Montagmorgen drei Termine vor, schreibt am Dienstag die Zusammenfassungen dieser Termine und jagt am Mittwoch Daten für einen Quartalsbericht.

Nachher: Am Montag prüft er drei fertige Vorbereitungsmappen und schärft den Fokus jedes Gesprächs; am Dienstag gibt er aus seinen Notizen entworfene Zusammenfassungen frei; am Mittwoch liegt der Berichtsentwurf vor und er arbeitet an der Argumentation, nicht an den Zahlen.

Die Zahl der Stunden ändert sich nicht. Wofür sie eingesetzt werden, schon.

Die vier Bausteine

  • Der Agent: Er führt eine vollständige Aufgabe aus, statt Einzelfragen zu beantworten.
  • Der Zugang: zu echten Daten und Werkzeugen, sonst arbeitet der Agent blind.
  • Die Grenze: was allein läuft, was Freigabe braucht, was protokolliert wird.
  • Die Schulung: Der Mensch muss wissen, wann er dem Ergebnis misstrauen sollte.

Fehlt einer der vier, entsteht ein nettes Experiment, das im zweiten Monat versandet.

Warum eine Rolle und keine Abteilung

Eine Rolle hat einen Verantwortlichen und eine beobachtbare Routine. Eine Abteilung hat Meetings. Ist der Umfang eine Rolle, geht es nicht mehr um KI-Strategie, sondern darum, was der Agent am Dienstagmorgen getan hat – und genau dort lernt man.

Weiterlesen

Welche Rolle sollten Sie zuerst erweitern?

In einem ersten 30-minütigen Gespräch identifizieren wir die Rolle mit den meisten gewinnbaren Stunden – und sagen Ihnen offen, ob ein Start dort sinnvoll ist.